Schwarzwaldverein Yburg e.V.
Herzlich Willkommen auf unserer Homepage !
Willkommen beim Schwarzwaldverein Yburg
Herzlich willkommen auf der Webseite vom Schwarzwaldverein Yburg e.V.
Im nördlichen Schwarzwald, im Baden- Badener Rebland unterhalb der Yburg gelegen, bietet auch Sinzheim und seine Umgebung eine Vielzahl von abwechslungsreichen Wandermöglichkeiten.
Aktuelles
Ursache
Mangelnder Bruterfolg des Wanderfalkenpaares an der Badener Wand wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe auf anthropogene, also durch den Menschen verursachte Störungen zurückgeführt. Andere Ursachen wurden nicht ausreichend betrachtet. Insbesondere wurden wissenschaftliche Untersuchungen nicht berücksichtigt u.a. auch die Stellungnahme von Herrn Dr. Fiedler zum Falkenschutz am Battert vom 8. September 2022. Wichtig zu wissen, dass das Falkenpärchen mehrjährig ist und an Menschen gewöhnt war.
Allgemeinverfügung der Stadt Baden-Baden
Die Stadt Baden-Baden wurde durch das Regierungspräsidium Karlsruhe unter Leitung von Präsidentin Silvia Felder (CDU) gezwungen eine Allgemeinverfügung (12.12.2022) zu erlassen, die u.a. zu Zerstörungen der Kletterhaken und dem Abbau der historischen Felsenbrücke geführt haben. Alles auf Steuerzahlerkosten. Mildere und weniger kostspielige Maßnahmen wurden durch das Regierungspräsidium Karlsruhe abgelehnt.
Denkmalschutz
„Die fachliche Beteiligung des Landesamtes für Denkmalschutz beschränkte sich auf die denkmalfachliche Prüfung der Frage, ob die zuletzt vorhandenen hölzernen Brückenteile selbst Kulturdenkmal oder Bestandteil eines geschützten Kulturdenkmals im Sinne des § 2 DSchG Baden-Württemberg waren. Diese Frage wurde verneint.“
Im Fall der Felsenbrücke wurde denkmalfachlich festgestellt, dass die bis zum Rückbau vorhandenen hölzernen Brückenteile substantiell keinen Denkmalwert mehr besaßen. Ausschlaggebend war insbesondere, dass es sich bei der vorhandenen Holzkonstruktion nicht mehr um eine historische, in wesentlichen Teilen überkommene Brückensubstanz handelte, sondern um ein jüngeres Bauteil beziehungsweise um einen Ersatzbau. Solche Bauteile können zwar an einem historisch bedeutsamen Ort stehen und an eine ältere Anlage erinnern, sie sind jedoch nicht schon deshalb selbst Kulturdenkmal. Entscheidend ist vielmehr, ob die vorhandene Konstruktion noch in einem hinreichenden Maß die historische Originalsubstanz oder jedenfalls eine qualitätvolle, geschichtlich aussagekräftige ältere Überlieferung verkörpert. Dies war hier nach der fachlichen Prüfung nicht der Fall. (Originalzitate)
Der Ensembleschutz für die Felsenbrücke, bestehend aus uralten Steintreppen und zwei Zugangswegen zur Felsenbrücke wurde aus unserer Sicht nicht ausreichend betrachtet. Die Folge ist, dass es zwei denkmalgeschützte Zugangswege gibt, die jetzt ins Leere führen. ForstBW will diese Wege ganz sperren. Sie werden durch die Natur überwuchert und so wird dem Land Baden-Württemberg ein Kulturgut entzogen. Der Abbau der Felsenbrücke war nur mit Zustimmung des Landesdenkmalamtes möglich!
Politik des Gehört-werdens
Regierungspräsidentin Silvia Felder (CDU) hat das Gesprächsangebot des Historischen Vereins Yburg und der beiden Baden-Badener Schwarzwaldvereine abgelehnt und damit die Politik „des Gehört-werdens“ des ehemaligen Ministerpräsidenten Kretschmann torpediert.
Gerichtsverfahren
Eine Klage des Alpenvereins, des Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN) und Timo Braun hat gegen das ganzjährige Kletterverbot an der Badener Wand geklagt und hat Recht bekommen. Was für die Kletterer Gültigkeit hat, müsste für uns Wanderer sinngemäß noch mehr gelten. Das Regierungspräsidium Karlsruhe sträubt sich dies an zu erkennen. Infolgedessen ist eine weitere Klage gegen das Regierungspräsidium anhängig.
Sturheit der Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Karlsruhe
Zwischenzeitliche in 2026 geführte Gespräche mit den Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Karlsruhe waren ergebnislos,
weil diese keinerlei Bereitschaft zeigten sachlich auf wissenschaftliche Erkenntnisse ein zu gehen und stur ihre Ideologie verfolgen.
Wissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungsberichte belegen, dass, wenn der Mensch auf den Wegen bleibt und der Wanderfalke an Menschen gewöhnt ist, keine Gefahr für den Bruterfolg des Wanderfalken besteht! 1/3 der Wanderfalkenpopulation in Deutschland lebt mittlerweile in Siedlungsgebieten u.a. in der Heidelberger Altstadt.
Felsenbrücke- Ersatzbauwerk
Das Felsenbrücken-Ersatzbauwerk war schon in der Stellungnahme von Herrn Dr. Fiedler, Max-Plank-Institut Radolfzell, vom 8. September 2022 aufgeführt. Mit dem Vorschlag von ForstBW wurde nur ein Versäumnis aufgegriffen. Bei unserem vor Ort Termin am Battert am 22. April 2026 wurde dieses Ersatzbauwerk von allen Beteiligten (beide Baden-Badener Schwarzwaldvereine, AKN, Bergwacht) abgelehnt, weil es zu einer Verschandelung der Landschaft geführt hätte.
Infotafeln
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte in Pressepublikationen (9.11.2022) versprochen Anfang 2023 großformatige Infotafeln über Natur- und Artenschutz auf zu stellen. Die alten Schilder waren leider ganz schnell entfernt worden. Das Regierungspräsidium argumentiert, dass sie das laufende Gerichtsverfahren abwarten wollten. Das Gericht hat im Juli 2025 sein Urteil gefällt und jetzt ist kein Geld mehr da, um die versprochene Aufklärungsarbeit zu leisten. Für die Zerstörung der Kletterhaken, der Abbau der Felsenbrücke und das völlig unnötige Gerichtsverfahren wurden sehr viele Steuergelder verschwendet, die man hätte in sinnvollen und nachhaltigen Naturschutz stecken können!
Bruterfolge
Trotz all dieser Beruhigungsmaßnahmen am Battert ist der Bruterfolg im Zeitrahmen 2023 – 2026 sehr mäßig. In diesen vier Jahren der Beruhigung gab es gerade drei erfolgreiche Bruten. Zu allem Überfluss hat der Erzfeind des Wanderfalken, der Uhu, Wohnung am Battert bezogen.
Immerhin zieht das WF-Pärchen in diesem Jahr wieder Junge auf und das, obwohl es am 5. und 22. März zwei Hubschraubereinsätze am Battert gab. Wo doch angeblich die Bedrohung von oben die größte Gefahr für den Bruterfolg darstellt. Das bestätigt unsere Argumentation. Wir sehen die größte Gefahr im nebenan wohnenden mächtigen Uhu, der durchaus in der Lage ist auch erwachsene Wanderfalken zu schlagen.
Jedenfalls freuen wir uns sehr über den Wanderfalkennachwuchs!
Doch die Glaubwürdigkeit der Behörden hat sehr stark gelitten!
Kommentar von Herrn Lier, Bergwacht:
„99% der Besucher halten sich an die Regeln. 1% tun das nicht!“
Und mit denen gibt es überall Ärger.
Ergänzung 22.05.2026
BNN meldet am 22.05.2026, dass die Wanderfalken ihre Brut verloren haben. In dem Bericht versucht das Regierungspräsidium wieder dem Menschen die Schuld an diesem Misserfolg in die Schuhe zu schieben. Hier ist unsere Stellungnahme:
Wanderfalken verlieren Brut
BNN Bericht vom 22.05.2026
Der Schwarzwaldverein war hoch erfreut, dass das Falkenpärchen an der Badener Wand ihre Brutpflege trotz zweier Hubschraubereinsätze am Battert am 05. und 22. März 2026 fortgesetzt hatten. Dennoch waren wir in großer Sorge, dass der Uhu als größter Fressfeind des Wanderfalken sich der Jungvögel wieder bemächtigen könnte. Laut Auskunft des Regierungspräsidiums hat der Uhu im Jahre 2024 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wanderfalken seinen Horst gebaut. Im Schreiben des Schwarzwaldvereins vom 29.11.2022 an Regierungspräsidentin Frau Felder (CDU) haben wir auf die Bedeutung der natürlichen Fressfeinde des Wanderfalken hingewiesen. Insbesondere die Sichtung des Uhus am Battert wurde mehrfach dokumentiert und diese Dokumentation liegt dem Regierungspräsidium vor. Unsere Hinweise auf diese Tatsachen wurden von den Verantwortlichen des Regierungspräsidiums regelmäßig ignoriert und die Anwesenheit des Uhus sogar geleugnet. Ebenso ignoriert werden Erfahrungsberichte, die belegen, dass sich der Wanderfalken sehr wohl an den Menschen gewöhnt.
Jetzt wird wieder versucht, dem Menschen die Schuld für den ausbleibenden Bruterfolg in die Schuhe zu schieben. Mit der Berücksichtigung des Uhus wären alle teuren Zerstörungen am Battert hinfällig gewesen.
Eine ausführliche Dokumentation des Falken – Skandals am Battert finden Interessierte auf der Homepage des Schwarzwaldvereins Yburg. https://schwarzwaldverein-yburg.de/
Zum Nachlesen (alles im Internet auffindbar, bei Bedarf senden wir Ihnen diese Unterlagen gerne zu):
Herr Dr. Fiedler, Fachliche Stellungnahme zum Wanderfalkenschutzkonzept,
für das Naturschutzgebiet „Battertfelsen beim Schloss Hohenbaden“
vom 08.09.2022
Ein Beispiel zur Störungsempfindlichkeit beim Wanderfalken (Falco peregrinus)
Anke BRANDT, Fährenkamp 15, 22880 Wedel,
Otto WANDT,
https://www.zobodat.at/pdf/Corax_23_0140-0145.pdf
Veronika Berger Neues aus der „Störungsbiologie“ am Beispiel der Waldohreule, 1996
Deckt sich mit den Ergebnissen von Hüppop und Hagen 1990 (Dr. Fiedler)
Diese Ergebnisse werden auch in Wildtier- Management- Kursen von
ForstBW präsentiert
Schreiben an Frau Weyrich, RP, vom 01.05.2022,
Beobachtung des Wanderfalken vor der Badner Wand
Karl Keller
Wanderwart Schwarzwaldverein Yburg
Historischer Verein Yburg, Vorsitzender
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