Mitgliederversammlung am 13. März 2026
Bilanz und Beschlussvorlage Wanderfalkenschutzmaßnahmen am Battert
L
Das Wanderfalkenschutzkonzept des Regierungspräsidiums Karlsruhe am Battert
Verantwortlich: Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder
Bilanz
Ideologie schlägt Wahrheit
Der Wanderfalke wurde durch Menschen fast ausgerottet.Deshalb ist er nach deutschem und EU-Recht streng geschützt,steht jedoch nicht mehr auf der „Roten Liste“ als vom aussterben bedrohter Vogel.
Der Falkennachwuchs am Battert war in den letzten Jahren mangelhaft oder fehlte ganz
Dadurch war das Regierungspräsidium gezwungen, Maßnahmen zur Förderung des Bruterfolges zu ergreifen.
Das Regierungspräsidium identifizierte als alleinige Störgröße den Menschentierische Feinde wurden ignoriert und im Fall des Uhu sogar geleugnet, obwohl eine Dokumentation die Anwesenheit des Uhus belegt!
Die Folge war die, am 12.12.2022 von der Stadt Baden-Baden erzwungenermaßen, erlassene Allgemeinverfügung zum Schutz des Wanderfalken
Eine Zusammenarbeit mit den beiden Schwarzwaldvereinen Baden-Baden, Yburg und dem Historischen Verein Yburg in Sachen Wanderfalkenschutz wurde von Frau Felder abgelehnt
Mit erheblichen Steuergeldaufwand wurden Kletterhaken zerstört und die hölzernen Brückenteile der historischen Felsenbrücke abgebaut.
Damit wurde ein seit 1840 dokumentiertes Kulturdenkmal mutwillig beschädigt!
Alternativen zum Abbau der Felsenbrücke wurden nicht ausreichend untersucht, obwohl es einen konstruktiven Lösungsvorschlag seitens des Schwarzwaldvereins Yburg gibt.
Verschwendung von Steuergeldern
Waldwege wurden ganzjährig für Wanderer gesperrt. Dadurch werden Menschen mit körperlichen Einschränkungen behindert
Vorhandene Infotafeln über die Natur des Battert- Biotops wurden entferntDie mehrfach für Januar 2023 angekündigten neuen Infotafeln sind bis heute nicht aufgestellt
Bilanz nach drei Jahren Aussperrung von uns Menschenund erheblichem Einsatz von Steuergeldern:
Alle Feinde des Wanderfalken sind am Battert wohnhaft. Dazu zählen:
Krähen
Kolkrabe
Uhu seit 2024 wohnhaft am Battert, zuvor am Hardberg
Bussard kommt gelegentlich zum Besuch
Bruterfolge nach drei Jahren Aussperrung des „alleinigen Störfaktors Mensch“: 3 Jungfalken ein sehrschwaches Ergebnis!
Es hätten mindestens doppelt so viele Jungfalken geben müssen.
Der Bereich um die Badener Wand wurde durch die am 12.12.2022 erlassene Allgemeinverfügung ganzjährig für Wanderer und Kletterer gesperrt. Dagegen haben Deutscher Alpenverein und Timo Braun, Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN), Klage beim Verwaltungsgericht Karlsruhe eingereicht und Recht bekommen!
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat mit seinem Urteil vom 29. Juli 2025 das ganzjährige Betretungsverbot des Bereiches um die Badener Wand aufgehoben und auf die empfindliche Brutzeit zwischen dem 15. Januar und 31. Juli begrenzt, also wie vor der Allgemeinverfügung
Das Regierungspräsidium Karlsruhe versucht diesen Urteilsspruch zu umgehen.Deshalb klagt Timo Braun erneut gegen diesen Versuch.
Der Schwarzwaldverein Yburg hat mit seinem Schreiben vom 29. Dezember 2025 an Frau Regierungspräsidentin Felder nachfolgende Forderungen gestellt
Keine Ignoranz mehr gegenüber den, uns Wanderer entlastenden, wissenschaftlichen Berichte einschließlich der Stellungnahme des Herrn Dr. Fiedler; Max Planck Institut Radolfzell, vom 08. September 2022 an das Regierungspräsidium Karlsruhe
Wir fordern die unverzügliche Aufhebung aller Wegesperren insbesondere des Verbindungsweges zwischen dem Unteren und Oberen Felsenweg, hoch zur Ritterplatte. Dies ist für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung wichtig
Die Wiedererrichtung der Felsenbrücke mit optimierter Zugangangssperre. Wir, als staatlich anerkannter Naturschutzverein, wollen und fördern den Bruterfolg des Wanderfalken auf naturwissenschaftlicher Basis! In diesem Sinne schließen wir uns der Forderung von „100% Battert“ zur Wiedererrichtung der Felsenbrücke an.
Die Aufstellung der vielfach versprochenen Infotafeln über die Natur des Battert, insbesondere des Wanderfalken
Vorschlag von BW Forst vom 26.01.2026:
Errichtung einer neuen Aussichtsplattform bei der Bergwachthütte, die ganzjährig auch für Familien begehbar ist:
sehr schwaches
Lesenswert:
Dazu der Hinweis, dass das Falkenpaar Menschen gewohnt sind!
Herrn Dr. Fiedler in seiner Stellungnahme vom 8. September 2022 an das Regierungspräsidium Karlsruhe
Seite 3: Frage:
Welche Rolle bei Störungen spielt der Abstand und welche die Sichtbarkeit zwischen Falkenhorst und Kletterroute?
Antwort: Einen wichtigen Faktor stellt dabei aber die Vorhersehbarkeit des Ablaufs einer Störung dar. Wie z.B. Hüppop & Hagen (1990) zeigen konnten, reagiert ein Vogel, der nahe an einem Weg brütet, weniger stark auf Menschen, die vorhersehbar auf dem Weg laufen und diesen nicht verlassen, als auf sogar weiter entfernte Personen, die ungewöhnliche Routen einschlagen.
Erfahrungsbericht von BRANDT, A. & O. WANDT: „Ein Beispiel zur Störungsempfindlichkeit beim Wanderfalken“
https://www.zobodat.at/pdf/Corax_23_0140-0145.pdf
https://ornithologie-schleswig-holstein.de/coraxartikel/Brandt&Wandt_2016_Corax_23_140-145.pdf
Arbeiter arbeiten in direkter Nähe und während der Brutzeit neben einem Falkenhorst ohne die Falkenbrut zu stören!!!!
NLP Schwarzwald
https://www.nationalpark-schwarzwald.de/nationalpark/blog/2020/die-wundersame-geschichte-des-wanderfalken
Wer isst hier wen? Uhu und Wanderfalke
Der Uhu ist ein formidabler Raubvogel mit einer sehr abwechslungsreichen Ernährung. Säugetiere machen den Großteil seiner Nahrung aus, aber auch Vögel und einige andere Tiergruppen gehören zu seinem Speiseplan. Und der Wanderfalke ist da keine Ausnahme. Der größte heimische Eulenvogel ernährt sich von jungen Wanderfalken, aber auch von erwachsenen Tieren.
Neues aus der „Störungsbiologie“ am Beispiel der Waldohreule
Veronika Berger, 1996
https://www.zobodat.at/pdf/AZBG_29_0161-0172.pdf
„ Bei einem ganzjährigen Wegegebot stellt die Annäherung von Menschen
an die Nester brütender Waldohreulen — zumindest in meinem Untersuchungsgebiet
— keinen Störreiz dar.
Offen bleibt, ob nicht auch ohne dieses Wegegebot lediglich ein vernachlässigbarer Störreiz für die Eulen vorliegt: Trotz großer Erregung blieben die Eulen ja auch am Nest, wenn eine Versuchsperson sich abseits vom Weg näherte. Es flogen auch trotz der immer wiederkehrenden Störreize fast alle Jungen aus.
Vorschlag von BW Forst vom 26.01.2026:
Errichtung einer neuen Aussichtsplattform bei der Bergwachthütte, die ganzjährig auch für Familien begehbar ist.
Chancen: ganzjährige Begehbarkeit
Risiko: Was ist, wenn der Wanderfalke plötzlich an der Falkenwand brütet?
Kosten: Was ist preiswerter, eine neue Aussichtsplattform oder
die Wiedererrichtung der Felsenbrücke?
Zur Ausgestaltung der neuen Aussichtsplattform sollen Vertreter der betroffenen Vereine und Institutionen mitarbeiten.
Hinweis Für den Historischen Verein Yburg ist die Reparatur/ Wiederherstellung der historischen Felsenbrücke unabdingbar!
Beschlussvorlage:
Vorschlag von BW Forst vom 26.01.2026:
Wir fordern die Wiederrichtung der Felsenbrücke am alten Standort, weil sie unter falschen Voraussetzungen demontiert worden ist!
Wir sind, im Sinne eines nachhaltigen Artenschutzes, unter Berücksichtigung der Kosten und weiterer noch zu klärender Randbedingungen für den Alternativvorschlag von BW Forst, eine Aussichtsplattform bei der Bergwachthütte zu errichten.
Ja Nein
Wegesperren
Wir fordern die Aufhebung jeglicher Wegesperren zugunsten von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung
Unsere Landtagsabgeordnete Cornelia von Loga versucht im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten in dieser Angelegenheit zu vermitteln.
Dafür ein herzliches Dankeschön!