Wanderfalke am Battert

Schwarzwaldverein fordert die Wiedererrichtung der Felsenbrücke und die Aufhebung der Wegsperren am Battert! Wir sagen ja zu Natur- und Artenschutz, aber ohne Ideologie

3 Jahre Beruhigungsmaßnahmen zeigen, dass Vögel die Brut des Wanderfalken stören!

Wesentliche Punkte der Allgemeinverfügung der Stadt Baden-Baden vom 12.12.2022 beinhalteten den Abbau der seit dem Jahr 1840 dokumentierten historischen Felsenbrücke und eine Wegesperrung rund um die Badener Wand am Battert. Letztere benachteiligt Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat in seinem Urteil vom 29. Juli 2025 diese Maßnahmen für unwirksam erklärt und die Artenschutzmaßnahmen auf den Stand vor der Allgemeinverfügung zurückgeführt. Es hat mit seinem Urteil den Stand der wissenschaftlichen Forschung, auf den sich auch der anerkannte Verhaltensforscher Herrn Dr. Fiedler, Max-Planck-Institut Radolfzell, in seinem Schreiben vom 08.09.2022 an Frau Regierungspräsidentin Sylvia Felder (CDU) beruft, bestätigt. Diese Forschungsarbeiten zeigen, dass von Wanderern keine Gefahr für den Bruterfolg von Vögeln ausgeht. Der Schwarzwaldverein unterstütz deshalb die Forderung des Deutschen Alpenvereins nach Wiedererrichtung der Felsenbrücke mit einer optimierten Zugangssperre. Der Schwarzwaldverein unterstützt Maßnahmen zum Artenschutz auf wissenschaftlicher Basis. Ein entsprechendes Forderungsschreiben ging am 29. Dezember 2025 an Frau Felder (CDU). Nach Eingang Ihres Antwortschreibens werden wir Sie darüber unterrichten.

Dr. Wolfgang Fiedler, Verhaltensbiologe, Max-Planck Institut Radolfzelle, in seiner 

Fachliche Stellungnahme zum Wanderfalkenschutzkonzept
für das Naturschutzgebiet „Battertfelsen beim Schloss Hohenbaden“

vom 08. September 2022 auf Seite 3:
Welche Rolle bei Störungen spielt der Abstand und welche die Sichtbarkeit zwischen Falkenhorst
und Kletterroute?
Antwort:
„Es ist daher nicht zu erwarten, dass das Vorhandensein
einer direkten Sichtachse zwischen Horst und Störungsquelle eine besondere Rolle spielt.
Der Abstand einer potenziellen Gefahr zum Nest scheint dagegen eine wichtige Rolle zu spielen. Dies
lässt sich bei vielen Vogelarten an der Heftigkeit der Warn- oder Abwehrreaktionen der Altvögel erkennen,
die zunimmt, je näher die potenzielle Gefahr am Nest ist. Untersuchungen zur Herzrate brütender
Vögel während Störungen belegen diesen Zusammenhang (Hüppop & Hagen 1990).
Einen wichtigen Faktor stellt dabei aber die Vorhersehbarkeit des Ablaufs einer Störung dar. Wie z.B.
Hüppop & Hagen (1990) zeigen konnten, reagiert ein Vogel, der nahe an einem Weg brütet, weniger
stark auf Menschen, die vorhersehbar auf dem Weg laufen und diesen nicht verlassen, als auf sogar
weiter entfernte Personen, die ungewöhnliche Routen einschlagen. Hier spielt offensichtlich die Erfahrung
eine Rolle und sorgt für zusätzliche Varianz bei der Entscheidung des Vogels, welcher Reiz als
starke und welcher als schwache Störung angesehen wird.“

Diesen Zusammenhang bestätigt der NABU in seinen Berichten über Bruterfolge in stark belebten Innenstädten und es entspricht auch unseren Erfahrungen mit Gruppen vor der Badener Wand, die gesehen haben wie der Falke seinen Horst anfliegt.

Vom Regierungspräsidium Karlsruhe wird behauptet, dass Gruppen vor der Badner Wand den Falken stören. Das wird damit begründet, dass Frau Felder mit ihrer Gruppe vor der Wand stand und der Falke daraufhin abgedreht habe.

Fazit: 
Der Falke hat die Wandergruppe nicht als Gefahr angesehen, die Gruppe mit Frau Felder offensichtlich doch, oder?

Jedenfalls werden die Berichte des NABU und unsere Erfahrungsberichte, dass Wanderer keine Gefahr für den Bruterfolg darstellen, vom Regierungspräsidium Karlsruhe unter der Leitung von Frau Felder (CDU) nicht akzeptiert!

Die ursprüngliche Zugangssperre am Battert

war eine Fehlkonstruktion und kinderleicht zu überwinden.
Ein kostengünstiger Vorschlag des Schwarzwaldvereins zu deren Verstärkung wurde abgewiesen. Die Aussage des Regierungspräsidiums war, dass mehrere Varianten einer Sperre ihrerseits untersucht wurden. Eine zweimalige Nachfrage unsererseits, was konkret untersucht worden ist, blieb bis heute unbeantwortet.

Auch der kostengünstige Vorschlag des Alpenvereins, die Kletterhaken zu verschrauben, um die Benutzung zu verhindern, wurde vom Regierungspräsidium abgelehnt. Das Regierungspräsidium hat die Kletterhaken mit einem großen Kostenaufwand durch Abflexen vernichtet.

Welch eine Vergeudung von Steuergeldern!!!

Bald mehr dazu!

Protokoll

Ort:                 Gasthaus Zur Linde, Steinbach

Beginn:           19.00 Uhr

Ende:              21:00 Uhr

Protokoll:       Gerd Seiert

Tagesordnungspunkte

1

Einladung

Die Einladung zu dieser Sitzung wurde satzungsgemäß rechtzeitig verteilt über das Gemeindeblatt, Tagespresse, Homepage und Mail

Anwesende:    40

2

Bericht der Vorsitzenden      Silvia Steger + Gerd Seiert

Im Berichtsjahr 2025 waren drei Todesfälle von Mitgliedern zu beklagen.

Events, wie Brotbackkurs, Bierduschen, Einweihung Brotbackhäuschen ergänzten unser sehr vielseitiges Programm.

Am 27. Juni findet in Hohenwart die diesjährige Delegiertenversammlung statt.

Dort geht es evtl. um die Beitragserhöhung Stufe 2 mit +3€/ Mitglied bzw. Familienmitgliedschaften ab 2028. Diese Beitragserhöhung wird voraussichtlich für Yburg keine Auswirkungen haben.

Wir haben bei unseren Veranstaltungen viele Gäste und daraus ergeben sich 18 Neumitglieder in 2025.

Der Verein hat 226 Mitglieder.

Ein wichtiger Hinweis, der auch werbewirksam ist. Wir sind durch unseren Verein Unfall versichert!

3

Wandern        Karl Keller

Die Zahl der durchgeführten Halbtags-Wanderungen ist mit 20 Wanderungen um 1/3 zurück gegangen, die Zahl der Ganztages- und Sportwanderungen dagegen deutlich gestiegen.

Auch die Mittwochswanderungen konnten von 5 auf 8 Wanderungen gesteigert werden. Großes Lob an Elisabeth Zerr und ihre Unterstützer/ Innen!

Die Anzahl der Rad- und Wanderkilometer ist mit über 1400 km gegenüber 2024 nahezu gleich geblieben.

Bewegung und Kommunikation halten Geist und Körper fit. Deshalb geht zum Wandern/ Radfahren!

Die diesjährigen Mehrtagestouren waren sehr schnell ausgebucht. Es bestehen Wartelisten.

4

Radfahren      Wolfgang Fischer

Die Anzahl der Radtouren und Mehrtagestouren ging in 2025 auch Wetter bedingt leicht zurück.

Die Radsaison 2026 beginnt am 8. April, nach Ostern. Das neue Programm wird in KW 12 entwickelt und noch vor Ostern veröffentlicht.

 

Wir suchen noch neue Wanderführer/ Innen und Radtourenleiter/ Innen

Eine gute Einarbeitung und Wegebegleitung wird garantiert!

Professionelle Ausbildungen zum Tourenleiter wird bezuschusst oder ganz vom Verein getragen.

5

Presse             Karl Keller

Die Zusammenarbeit mit der Tagespresse ist befriedigend. Wir genießen wenig Wertschätzung, ist ausbaufähig.

Presse; Tagespresse, Gemeindeblätter Rebland und Sinzheim, Social Media

Neue Hompage

Mittlerweile haben sich der neuen Homepage sehr viele Vereine angeschlossen.

Vorteile:

Für alle Vereine strukturiertes Vorgehen mit Landkarte und max. 4 Bildern.

Nachteile:

Pdf- Dokumente können unter „Termine“ noch nicht eingestellt werden.

In der Rubrik Kategorie fehlt noch der Button für „Heimat und Kultur“

6

Naturschutz   Manfred Herr
Manfred klärte recht umfangreich auf die Gefahr durch die Asiatische Hornisse auf und zeigte auf, was wir jetzt im Frühjahr, wenn die Königinnen ausfliegen, tun können, um Sie gefahrlos ein zu fangen.

7

Falkenschutzkonzept am Battert – Bilanz und Maßnahmen         Karl Keller

Nach drei Jahren Aussperrung vom „alleinigen Störfaktor Mensch“ gibt es nur 2 Falkenjungvögel!

Dafür nisten jetzt alle gefiederten Falkenfeinde in nächster Nähe zum Wanderfalken. Der Uhu frisst auch erwachsene Wanderfalken. Der Schwarzwaldverein hatte in 2022 ausdrücklich darauf hingewiesen. Tierische Falkenfeinde wurden vom Regierungspräsidium ignoriert! Das Regierungspräsidium unter Leitung von Regierungspräsidentin Sylvia Felder ignoriert alle wissenschaftlichen Berichte, die gegen ihre Ideologie sprechen, einschließlich der Stellungnahme von Dr. Fiedler, Max-Planck-Institut Radolfzell vom 08. September 2022.

Nach unserem heutigen Kenntnisstand war der Abbau der Felsenbrücke und die Sperrung von Wegen eine total überzogene Maßnahme.

Deshalb fordern wir die Aufhebung aller Wegesperren und die Wiederherstellung der historischen Felsenbrücke!

Von Forst BW wurde ein alternativer neuer Standort bei der Bergwachthütte am Battert vorgeschlagen, der ganzjährig begehbar sein soll. Der Schwarzwaldverein zeigt Bereitschaft diesen Weg unter noch fest zu legenden Bedingungen mit zu gestalten. Am 24. März 2024 findet dazu eine Besprechung im Regierungspräsidium Karlsruhe statt zu der neben dem Schwarzwaldverein (Hauptverein, Baden-Baden, Yburg) auch Herr Hauk, Forstamt Baden-Baden und die Baden-Badener Touristik eingeladen ist.

Beschlüsse:

Wir fordern die Wiederherstellung der historischen Felsenbrücke und die Aufhebung aller Wegesperren.

Einstimmiger Beschluss

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung autorisiert, in die Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium und Forst BW ein zu steigen.
Einstimmiger Beschluss 

Mehr und ausführliche Infos s. Homepage/ Berichte

8

Schatzmeister in         Sina Seiert

Das Vereinsvermögen auf 12.774 € angewachsen.Die Kasse wurde von den beiden Kassenprüfern Eva Vogel und Peter Schönfelder geprüft und für in Ordnung befunden.

Somit konnte unsere Schatzmeisterin einstimmig entlastet werden.

9

Entlastung des Vorstandes

Die Entlastung nahm Arno Klein vor.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet!

10

Ehrungen

Für 25 Jahre Treue zum Verein wurden geehrt

Frau Gisela Baumgartner

Frau Gisela Huber

Herr Ivo Kocijan

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden

Frau Ursula Schäfer

Frau Ulrike Dressler   und

Herr Peter Velten geehrt.

11

Wahlen des Gesamtvorstandes

Gewählt wurden

Vorsitzende                Silvia Steger                einstimmig

Vorsitzender              Gerd Seiert                 einstimmig

Wandern und Presse Karl Keller                   einstimmig

Radfahren                  Wolfgang Fischer       einstimmig

Schatzmeister            Arno Klein                  einstimmig

Schriftführer              Gerd Seiert                 einstimmig

Natur                          vorübergehend unbesetzt

Wege                          Michael Seiert            einstimmig

Kultur und Heimat     Silvia Steger                einstimmig

Senioren                     Elisabeth Zerr             einstimmig

Beirat                         Manfred Teubner      einstimmig

Kassenprüfer              Eva Vogel                    einstimmig

                                   Peter Schönfelder      einstimmig

Anmerkungen:

Karl Keller führt die Ämter Wandern und Presse für nur ein Jahr und wechselt dann zu Natur bzw. Kultur und Heimat

Er löst dann Silvia Steger ab

12

Wünsche und Anträge

Keine!

Schwarzwaldverein fordert die Wiedererrichtung der Felsenbrücke und die Aufhebung der Wegsperren am Battert! Wir sagen ja zu Natur- und Artenschutz, aber ohne Ideologie

3 Jahre Beruhigungsmaßnahmen zeigen, dass Vögel die Brut des Wanderfalken stören!

Wesentliche Punkte der Allgemeinverfügung der Stadt Baden-Baden vom 12.12.2022 beinhalteten den Abbau der seit dem Jahr 1840 dokumentierten historischen Felsenbrücke und eine Wegesperrung rund um die Badener Wand am Battert. Letztere benachteiligt Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat in seinem Urteil vom 29. Juli 2025 diese Maßnahmen für unwirksam erklärt und die Artenschutzmaßnahmen auf den Stand vor der Allgemeinverfügung zurückgeführt. Es hat mit seinem Urteil den Stand der wissenschaftlichen Forschung, auf den sich auch der anerkannte Verhaltensforscher Herrn Dr. Fiedler, Max-Planck-Institut Radolfzell, in seinem Schreiben vom 08.09.2022 an Frau Regierungspräsidentin Sylvia Felder (CDU) beruft, bestätigt. Diese Forschungsarbeiten zeigen, dass von Wanderern keine Gefahr für den Bruterfolg von Vögeln ausgeht. Der Schwarzwaldverein unterstütz deshalb die Forderung des Deutschen Alpenvereins nach Wiedererrichtung der Felsenbrücke mit einer optimierten Zugangssperre. Der Schwarzwaldverein unterstützt Maßnahmen zum Artenschutz auf wissenschaftlicher Basis. Ein entsprechendes Forderungsschreiben ging am 29. Dezember 2025 an Frau Felder (CDU). Nach Eingang Ihres Antwortschreibens werden wir Sie darüber unterrichten.

Dr. Wolfgang Fiedler, Verhaltensbiologe, Max-Planck Institut Radolfzelle, in seiner 

Fachliche Stellungnahme zum Wanderfalkenschutzkonzept
für das Naturschutzgebiet „Battertfelsen beim Schloss Hohenbaden“

vom 08. September 2022 auf Seite 3:
Welche Rolle bei Störungen spielt der Abstand und welche die Sichtbarkeit zwischen Falkenhorst
und Kletterroute?
Antwort:
„Es ist daher nicht zu erwarten, dass das Vorhandensein
einer direkten Sichtachse zwischen Horst und Störungsquelle eine besondere Rolle spielt.
Der Abstand einer potenziellen Gefahr zum Nest scheint dagegen eine wichtige Rolle zu spielen. Dies
lässt sich bei vielen Vogelarten an der Heftigkeit der Warn- oder Abwehrreaktionen der Altvögel erkennen,
die zunimmt, je näher die potenzielle Gefahr am Nest ist. Untersuchungen zur Herzrate brütender
Vögel während Störungen belegen diesen Zusammenhang (Hüppop & Hagen 1990).
Einen wichtigen Faktor stellt dabei aber die Vorhersehbarkeit des Ablaufs einer Störung dar. Wie z.B.
Hüppop & Hagen (1990) zeigen konnten, reagiert ein Vogel, der nahe an einem Weg brütet, weniger
stark auf Menschen, die vorhersehbar auf dem Weg laufen und diesen nicht verlassen, als auf sogar
weiter entfernte Personen, die ungewöhnliche Routen einschlagen. Hier spielt offensichtlich die Erfahrung
eine Rolle und sorgt für zusätzliche Varianz bei der Entscheidung des Vogels, welcher Reiz als
starke und welcher als schwache Störung angesehen wird.“

Diesen Zusammenhang bestätigt der NABU in seinen Berichten über Bruterfolge in stark belebten Innenstädten und es entspricht auch unseren Erfahrungen mit Gruppen vor der Badener Wand, die gesehen haben wie der Falke seinen Horst anfliegt.

Vom Regierungspräsidium Karlsruhe wird behauptet, dass Gruppen vor der Badner Wand den Falken stören. Das wird damit begründet, dass Frau Felder mit ihrer Gruppe vor der Wand stand und der Falke daraufhin abgedreht habe.

Fazit: 
Der Falke hat die Wandergruppe nicht als Gefahr angesehen, die Gruppe mit Frau Felder offensichtlich doch, oder?

Jedenfalls werden die Berichte des NABU und unsere Erfahrungsberichte, dass Wanderer keine Gefahr für den Bruterfolg darstellen, vom Regierungspräsidium Karlsruhe unter der Leitung von Frau Felder (CDU) nicht akzeptiert!

Die ursprüngliche Zugangssperre am Battert

war eine Fehlkonstruktion und kinderleicht zu überwinden.
Ein kostengünstiger Vorschlag des Schwarzwaldvereins zu deren Verstärkung wurde abgewiesen. Die Aussage des Regierungspräsidiums war, dass mehrere Varianten einer Sperre ihrerseits untersucht wurden. Eine zweimalige Nachfrage unsererseits, was konkret untersucht worden ist, blieb bis heute unbeantwortet.

Auch der kostengünstige Vorschlag des Alpenvereins, die Kletterhaken zu verschrauben, um die Benutzung zu verhindern, wurde vom Regierungspräsidium abgelehnt. Das Regierungspräsidium hat die Kletterhaken mit einem großen Kostenaufwand durch Abflexen vernichtet.

Welch eine Vergeudung von Steuergeldern!!!

Bald mehr dazu!